«Hope Church»

Die Gemeinde, die auf der Strasse entstand

Diese Gemeinde startete ohne Dach, heute bietet sie Obdach und Hoffnung für Menschen aus den unterschiedlichsten Hintergründen und Lebenssituationen an. Earl Krumsiek begann unter freiem Himmel mit Obdachlosen Gottesdienste zu feiern. Nun ist daraus eine Gemeinde entstanden.

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Hope Church
Die «Hope Church» in Tulsa im US-Bundesstaat Oklahoma hat eine bemerkenswerte, ungewöhnliche Geschichte: Earl Krumsiek begann mit Obdachlosen unter freiem Himmel Gottesdienste zu feiern.

«Wir sagten damals schon, dass wir die Leute da lieben wollen, wo sie sind, sie aber nicht da lassen, wo sie sind», sagt Krumsiek, der die Gemeinde zusammen mit seiner Frau Christin leitet.

Alles begann, als Krumsiek 2004 gefragt wurde, auf der Strasse vor einem Obdachlosenheim einen Gottesdienst abzuhalten. Es sollte nicht dabei bleiben. In den nächsten drei Jahren kehrte er immer wieder zurück, um mit jenen, die zuhören wollten, über den christlichen Glauben zu sprechen. Er spielte Musik ab, hielt eine Predigt und machte jeweils einen Aufruf, Jesus in sein Leben aufzunehmen.

Von der Gemeinde ohne Dach …

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Gottesdienst in der Hope Church
Zwar musste dieser Dienst wegen fehlender Finanzen eingestellt werden, doch Krumsiek fand Zugang zu einem anderen Werk, das Obdachlosen Fahrdienste in verschiedene Gemeinden anbot. Etliche Jahre konnten die Interessierten auf diese Weise weiterhin Gottesdienste feiern. «Wir waren eine Kirche ohne eine Heimat. Ich selbst bin kein 'Pastor', aber so viele sagen: 'Du bist mein Pastor', so dass ich mittlerweile einer geworden bin.»

Irgendwann stellte schliesslich eine Gemeinde einen Saal zur Verfügung, wo sich die Bewegung treffen konnte. Doch verschiedentlich mussten die Treffen abgesagt werden, weil der Raum anders verwendet wurde.

… zur Gemeinde mit Dach

Bis schliesslich Rusty Gunn von der Gemeinde «Church that Matters» in Sand Springs Teil der «Hope Church» wurde und ein Haus zur Verfügung stellte, das heute der Gemeinde gehört.

Vieles wurde der Gemeinde in der Folge zugetragen, von der Mikrowelle bis zum Kühlschrank. «Manchmal erhielt ich Telefonate aus dem Blauen heraus mit der Frage, ob wir dieses oder jenes brauchen könnten.»

Manche der heutigen Gemeindemitglieder sind von Beginn weg dabei, als Krumsiek noch an der Strassenecke predigte. Beispielsweise Steve, der obdachlos und in einer Gang war und mit einer Alkoholsucht kämpfte. Als er gesundheitlich am Ende war, betete er um Befreiung. Er sei augenblicklich geheilt worden und habe nie mehr ein Verlangen nach Alkohol oder Drogen gehabt.

Ähnlich ging es Arnold, der ebenfalls alkoholabhängig war. Eines Sonntags nahm er Jesus in sein Leben auf und durchlief anschliessend ein Reha-Programm und konnte seine Sucht ebenfalls ablegen. Arnold gehört heute zu den Mitarbeitern in der Gemeinde.

Zum Thema:
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Datum: 24.08.2017
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet / BP News

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