Indien

Ein Mann führt Tausende zu Jesus

Durch den Einsatz des einheimischen Missionars Dinesh Shur haben Hunderte von Angehörigen des Stammes Bhil zum Glauben an Gott gefunden. Dabei wollte Dinesh zunächst gar nicht zu ihnen gehen.
Dinesh Shur tauft

Etwa 300'000 Menschen sind in den vergangenen zehn Jahren in den zentralen Regionen Indiens zum Glauben gekommen, viele von ihnen aus dem Stamm der Bhil, dem zahlenmässig zweitstärksten Volk der über 420 Stämme Indiens. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin CBN. Erst vor Kurzem wurden in einem Dorf etwa 180 neue Christen im Fluss getauft. Einer von ihnen ist Theru Bhai. «Als ich Christus in mein Leben gelassen hatte, hörte ich auf zu trinken, zu rauchen und mich zu prügeln», berichtet Theru. «Die Taufe war meine Art, dem Dorf zu zeigen, dass ich ein veränderter Mensch bin. Heute ist Jesus Christus mein Retter.»

Auch Mannu liess sich taufen. «Ich bin sehr froh und dankbar, dass ich Christus in meinem Herzen habe», sagt die junge Christin gegenüber CBN. «Ich werde ihm von jetzt an mein Leben lang folgen.» Auch Mannus Ehemann und ihre Kinder haben sich für ein Leben mit Jesus entschieden, nachdem Pastor Dinesh Shur sich mehrmals mit ihnen getroffen hat und ihnen von Gott erzählt hat.

Einsatz eines einheimischen Pastors

Pastor Dinesh, wie ihn die Leute in der Umgebung nennen, ist einer der Auslöser dieser Erweckung. Er war zehn Jahre lang Pastor in der Stadt gewesen, und hatte das Gefühl, dass er zurück in sein Dorf, zurück zu seinen Leuten gehen sollte. Doch zunächst sträubte er sich: «Ich war wie Jona in der Bibel. Ich wollte nicht in meinem Dorf leben, ich wollte Gott lieber in der Stadt dienen, wo die Dinge einfacher waren.»

Doch dann folgte er Gottes Ruf. Heute ist er froh darüber: «Ich kenne all diese Männer und Frauen persönlich. Ich weiss, wie sie früher gelebt haben, bevor sie Christus trafen. Es ist ein grosses Privileg für mich, Teil dieses Meilensteins in ihrem Leben zu sein», erzählt Dinesh Shur im Bezug auf die grosse Taufe.

42 Gebetskreise

Die Menschen des Stammes Bhil, die hauptsächlich von der Landwirtschaft leben, sind von Geburt an dem Hinduismus zugewandt. Daher ist Shur begeistert von dem, was er erleben darf: «Familien hören auf, ihre Ahnen anzubeten, sie lassen den Alkohol und die Hexerei zurück. Ihr gesamtes Leben wird auf den Kopf gestellt, wenn sie Jesus annehmen.»

Aus diesem Aufbruch heraus sind viele Kleingruppen entstanden. «In 22 Dörfern treffen sich 42 Gebetsgruppen. Aus unserer Gemeinde ziehen ausserdem 32 Mitarbeiter von Dorf zu Dorf, um das Evangelium weiterzugeben», berichtet Shur.

Befreit um zu dienen

Eine dieser Mitarbeiter ist Jeevani Karadi. Wenn sie nicht gerade auf Evangelisationseinsatz ist, leitet sie die Gemeinde in ihrem Dorf. Die 65-Jährige erzählt, dass sie früher selbst besessen war und nackt durch die Gegend lief. Als Danesh Shur für sie betete, wurde sie befreit und fand zum Glauben. Heute trifft sich ihre Gemeinde unter einem Baum im Freien. «Unser Gruppe ist so gross geworden, dass ich in meinem Haus nicht mehr genügend Platz habe, deshalb treffen wir uns hier», sagt sie begeistert.

«Christus ist alles was wir brauchen»

Danesh Shur darf nun erleben, worauf ausländische Missionare in dem Gebiet über 135 Jahre gewartet haben: Hunderte von Menschen kommen zum Glauben an Jesus Christus. «Heute sehe ich die Früchte meiner Entscheidung, zurück in mein Dorf zu kommen. Ist das Leben einfach? Nein! Gibt es Herausforderungen? Natürlich! Aber wir können uns an Christus lehnen. Er ist alles, was wir brauchen, damit sich Menschen verändern.»

Datum: 20.08.2012
Autor: Rebekka Schmidt
Quelle: CBN

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