Nach Unterbrechung von Taufen

Bangladesch: Hindu-Gruppe entschuldigt sich für Angriff

Es war eine brenzliche Situation, als eine Gruppe aufgebrachter Hinduisten eine Tauffeier in Bangladesch unterbrach. Gerade, als sie gewalttätig werden wollten, tauchte die Polizei auf. Die Reaktion der Hindus war überraschend.
Gottesdienst in Bangladesch (Bild: Open Doors)

45 neuentschiedene Christen liessen sich kürzlich im Südwesten von Bangladesch taufen. Da die kleine Gemeinde kein eigenes Taufbecken hat, wurde die Tauffeier an einem öffentlichen Ort durchgeführt. Doch sie wurde bald von einer Gruppe wütender Hinduisten gestört. «Die Hindus waren unglücklich darüber, dass Menschen aus ihrer Gemeinschaft zum Christentum konvertiert sind. Diese geben nun ein Zeugnis, indem sie getauft werden, und sie (die Hindus) wollten dies stoppen. Sie haben sogar versucht, alle Gemeindeaktivitäten zu stoppen», berichtete der Pastor der Gemeinde gegenüber Open Doors.

Die wütenden Dorfbewohner wurden bald aggressiv, beschimpften die Christen und suchten nach Gegenständen, die sie als Waffen nutzen könnten. «Sie versuchten uns anzugreifen», erzählte der Pastor weiter. «Als ich merkte, dass die Situation aus den Ufern lief, rief ich die Polizei und sie kam schnell, um uns zu schützen. Dann beruhigte sich die Situation wieder und wir konnten mit den Taufen weitermachen.»

Reue gezeigt

Der polizeiliche Einsatz brachte die wütenden Hinduisten zur Reue – etwas, das normalerweise nur selten passiert. Die Gruppe entschuldigte sich beim Pastor und bat auch die anderen Christen um Vergebung. Trotz allem sind die Gemeindemitglieder verängstigt, denn was könnte passieren, wenn wieder ein Angriff gestartet wird und die Polizei nicht so schnell vor Ort ist?

Dieser Vorfall, so schreibt Open Doors, ist ein Bild davon, was in Bangladesch gerade vor sich geht: Die Kirche wächst, viele kommen zum Glauben, aber damit wächst auch die Verfolgung.

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Datum: 30.10.2022
Autor: Open Doors UK / Rebekka Schmidt
Quelle: Open Doors UK / Übersetzt und bearbeitet von Livenet

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