Die Familie managen

Warum Kinder konsequente Eltern brauchen

Mutter und Tochter in einer Auseinandersetzung
Grenzen setzen, konsequent sein, Gejammer standhalten – Kinder zu erziehen kann ganz schön anstrengend sein. Erziehungsberater Jim Burns erklärt, warum es so wichtig ist, stark zu bleiben, und gibt hilfreiche Tipps.

Früher waren Eltern zu streng. Inzwischen werden Kinder zu sehr verhätschelt, findet Erziehungsberater Jim Burns und hält beide Extreme nicht für gesund. Wie er sagt, lernen Kinder heutzutage oft nicht, Verantwortung zu übernehmen und haben es dann später im Leben schwer. Hier seine Tipps zum Thema «Souverän erziehen»:

Grenzen setzen

Kinder brauchen Grenzen, um sich im Leben zurechtzufinden. Wenn Eltern nur wenige Grenzen setzen oder schwach und inkonsequent sind, können Kinder nicht erwachsen werden. Viele Eltern haben Angst, nicht liebevoll oder verständnisvoll genug zu sein, wenn sie Regeln aufstellen und Grenzen setzen. Aber die Bibel zeigt da etwas ganz anderes auf: Gott ist die Liebe. Er liebt bedingungslos. Aber auch er hat Regeln gegeben, die gut für uns sind. Regeln sind nichts schlimmes, sondern wichtig fürs Zusammenleben.

Jedes Kind braucht Eltern, die ihm gegenüber irrational positiv und voller Liebe sind. Aber man sollte seinen Kindern auch genau erklären, welche Erwartungen man an sie hat. Man sollte Ansprüche an sie haben und sie zur Verantwortung erziehen. Kinder brauchen starke Eltern, die sie führen. Sie brauchen ein Oberhaupt, das sagt, wo es langgeht.

Sich ein Beispiel an Managern nehmen

Nehmen Sie sich Führungskräfte zum Vorbild. Die drücken ihre Erwartungen ganz klar aus, sind konsequent und haben Disziplin. Sie leben vor, was sie von anderen erwarten und bleiben fokussiert. Bei guten Vorgesetzten gibt es keine Zweifel, wer die Ansagen macht oder was genau gemeint ist. Halten Sie sich vor Augen, dass Sie der Manager Ihrer Familie sind. Sie bestimmen die Regeln und den Tagesablauf, nicht Ihre Kinder. Wenn Sie inkonsequent sind und nicht deutlich leiten, müssen Ihre Kinder die Führung übernehmen und das ist für niemanden gesund oder gut.

Die Zügel in der Hand behalten

Nehmen Sie jeglichen Machtkampf aus der Beziehung zu Ihren Kindern. Diskutieren oder streiten Sie nicht mit ihnen. Wie wollen Sie als Mentor fungieren und leiten, wenn Sie die ganze Zeit debattieren?

Eine unserer Töchter war als Teenager sehr lebhaft und wortgewandt. Sie hätte jede Debatte gewinnen können. Manchmal wollte sie nur mit uns streiten, um zu diskutieren. Das war sehr anstrengend. Wir mussten lernen, zu führen. Angestellte diskutieren selten mit ihrem Chef. Wir mussten uns erarbeiten, in der Familie unsere Position zu halten und unserer Tochter klar zeigen, wer die Zügel in der Hand hält.

Mit Empathie führen

Wenn ihre Kinder falsche Entscheidungen treffen und die Konsequenzen spüren, dann zeigen Sie Mitgefühl, auch wenn Sie sie vorher gewarnt haben. Nehmen Sie ihnen nicht die Verantwortung oder die Folgen ab, aber trösten Sie Ihre Kinder und helfen Sie ihnen, mit der Situation umzugehen.

Stark bleiben

Auch wenn Sie sehen, wie schwer es Ihr Kind in manchen Situationen hat, bleiben Sie konsequent und stark. Das Wort 'trotzdem' ist mir hier wichtig geworden. «Ja, ich verstehe wie du dich fühlst, aber trotzdem...»

Jetzt die Weichen stellen

Je eher Kinder begreifen, dass jammern und heulen sie nicht weiterbringt, desto besser werden sie im Leben klarkommen. Manchen Situationen muss man sich stellen, auch wenn es keinen Spass macht oder unfair scheint. Wenn aber Seufzen, Zetern, Schmollen, Schreien und Weinen etwas bewirkt, werden die Eltern die Konsequenzen tragen müssen. Den Kindern hier nachzugeben, mag im ersten Moment wie der leichteste Weg erscheinen. Aber langfristig stellen Sie die Weichen für einen schweren Weg – für sich und für Ihre Kinder.

Bei diese Artikel handelt es sich um eine Neuauflage. Er erschien bereits am 08.10.2017 auf Livenet.

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Datum: 03.10.2023
Autor: Miriam Hinrichs
Quelle: Jesus.ch / cbn.com

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