Standhaft trotz Verfolgung

«Nachbarn, die sich beschweren, bitten später um Gebet»

Sarah aus Ostafrika erlebte Heilung und übergab ihr Leben Jesus. Damit begann die Verfolgung. Trotzdem hat sie eine Hausgemeinde gegründet – und lernt mit den Mitgliedern, auf Gott zu vertrauen.
Sarah aus Ostafrika (Bild: opendoorsuk.org)

Sarah (Name geändert) litt unter starken Kopfschmerzen, aber nichts half: Sie probierte es mit gewissen Heilgetränken, Zaubersprüchen, Ziegen und Hühnern, die für sie geopfert wurden, oder Imame, die Koranverse über ihr aussprachen – es brachte nichts als Erschöpfung und hohe Kosten.

Sarah kommt aus Ostafrika und wuchs in einem streng muslimischen Haushalt auf. Sie selbst studierte den Koran, besuchte regelmässig die Moschee und hielt alle Bräuche und Traditionen ein, doch für sie waren das nur religiöse Traditionen, mehr nicht. «Ich tat nur das, was meine Mitschüler von mir erwarteten», berichtet sie. Und die ausbleibende Heilung verstärkte das Gefühl der Enttäuschung nur.

Mit Jesus probiert

Dann wurde Sarah eingeladen, in einer Kirche während des Gottesdienstes bei der Kinderbetreuung mitzuhelfen. Dort betete man für sie – und obwohl sie zunächst sehr skeptisch war, siegte die Neugier. «Ich ging nach Hause und nahm weiterhin die Medikamente», erinnert sie sich. «Aber sie schadeten mir und so dachte ich, vielleicht sollte ich doch besser Jesus in mein Leben aufnehmen. Muslime wissen nicht, dass Christus Gott ist, aber ich begann, das zu hinterfragen.» Irgendwann entschied sie sich, ihr Leben Jesus abzugeben. «Und seit ich an Christus glaube, bin ich geheilt», bezeugt sie.

Von der eigenen Familie abgelehnt

Doch die Entscheidung brachte die ganze Familie gegen sie auf. Sie lehnten Sarah plötzlich ab, entzogen ihr jegliche finanzielle Unterstützung und das Mädchen musste folglich die Schule abbrechen. Sie bekam Kontakt zur Organisation Open Doors, durch die sie nicht nur an einem Bibelstudium teilnehmen konnte, sondern auch an Trauma-Seminaren und Schulungen, wie man mit Verfolgung umgehen kann. Durch diese Unterstützung hielt sie fest an ihrem Glauben und erzählte sogar Familienmitgliedern von Jesus – und viele von ihnen sind seither ebenfalls zum Glauben an Jesus gekommen.

Doch die Verfolgung hörte nicht auf. «Unsere muslimischen Nachbarn begannen, uns zu hassen», berichtet Sarah. «Sie warfen Steine auf unser Haus, wenn wir sangen. Niemand sprach mit uns. Wenn wir in die Kirche gingen, zerstörten sie unseren Mango-Baum. Sie zerrissen unsere Kleider und redeten sehr schlecht über uns.» Ihr selbst mache das nicht mehr viel aus, doch sie fühle sich sehr schlecht für ihre Familie, die dies erleiden muss.

Eine Hausgemeinde, die wächst

Trotz allem hat sie eine Hausgemeinde gegründet, die am Wachsen ist – so sehr, dass sie die Gottesdienste in ein grösseres Haus verlegen mussten. «Wir sind eine kleine Hausgemeinde, die aus einigen Familien besteht», erzählt Sarah. «Manchmal können wir jemanden einladen, der zu uns kommt und uns lehrt. Die Muslime um uns herum beschweren sich. Aber dieselben Menschen, die schlecht über uns reden, rufen später an und bitten, dass wir für ihre kranken Kinder beten…»

Das, was sie in den Schulungen von Open Doors gelernt hat, gibt sie an die Mitglieder der Hausgemeinde weiter – und es hilft ihnen. Sie selbst habe vieles aus der Bibel gelernt. «Ich habe sehr oft gelernt, auf den Herrn Jesus zu vertrauen und zu warten. Hanna hat auf den Herrn gewartet, um ein Kind zu bekommen. Ich habe dies alles beim Bibellesen gelernt. Selbst wenn es zu Beginn ein Problem gibt, wird es später Heilung geben und nach dem Problem entsteht Segen – wenn man nicht aufgibt.»

Zum Thema:
Radikaler Muslim wird Christ: «Ich war bereit, für den Islam zu töten»
Zum Da’wa-Seminar in Bern: Wie missioniert der Islam?
Gesellschaftswandel: Der Islam wächst in Europa

Datum: 15.08.2022
Autor: Tim / Rebekka Schmidt
Quelle: Open Doors UK / Übersetzt und bearbeitet von Livenet

Werbung
Livenet Service
Werbung