Prostituierte erpresste ihn

Heute würde er sich bei ihr und ihrem Zuhälter bedanken

In einem jüdischen Elternhaus aufgewachsen, bekannte sich Neil Getzlow zum Atheismus. Er war süchtig nach Pornos und ausserehelichen Beziehungen – bis ihn eine Prostituierte und ihr Zuhälter erpressten…
Neil Getzlow
Neil Getzlow mit seiner Frau Amy

In einem jüdischen Elternhaus aufgewachsen, bekannte sich Neil Getzlow zum Atheismus. Er war süchtig nach Pornos und ausserehelichen Beziehungen – bis ihn eine Prostituierte und ihr Zuhälter erpressten…

Als er seiner Frau Amy seine lebenslange Sucht nach Pornos und ausserehelichem Sex beichtete, nachdem er von einer Prostituierten erpresst worden war, begegnete Neil Getzlow der Person, mit der er nie gerechnet hatte: Jesus Christus. Getzlow war bis anhin entschiedener Atheist gewesen.

Drei Monate nachdem seine Frau Amy mit Neil eine Beziehung eintrat, wurde Amy Christ. Sie schloss sich einer geisterfüllten Gemeinde, der The Rock KC, in Kansas City an, deren Mitglieder regelmässig für pornosüchtige Männer beteten.

Ein Pastor dieser Gemeinde lud die Mitglieder ein, sich ihm im Kampf gegen den Sexhandel zu engagieren. «Wir haben für Männer gebetet, die in diese Sache verwickelt sind», erinnert sich Amy. «Es ist schon irgendwie ironisch. Ich hatte keine Ahnung, dass Neil zu dieser Zeit in die Sache verwickelt war.»

Erpresst

Neils «Demaskierung» wurde von einer Prostituierten und ihrem Zuhälter erzwungen, die 900 Dollar mehr verlangten als Getzlow zu zahlen bereit war. Sie kontaktierten Amy vier Tage später, als Neil ihre Forderungen nach noch mehr Geld ignorierte.
«Ich war etwas erleichtert, denn nach fünf Jahren dachte ich: 'Ich bin nicht verrückt'», sagte Amy. Trotz ihres Misstrauens gegenüber Neil las sie die Worte in ihrer Bibel über Gebet und Scheidung.

Amy war bereit, Neil zu vergeben, ihm wieder zu vertrauen, und schenkte ihm ein Buch über «neue Gläubige», das ihr von ihrer Kirche empfohlen wurde. Sie bestand darauf, dass Neil mit einem Kirchenleiter spricht, der Männern hilft, sich von sexueller Sucht zu befreien.

Neil erklärt: «Das alles passierte also im März 2020, als wir wegen Covid eingesperrt waren. Ich liebe Covid, auch wenn ich weiss, dass es viel Schmerz und Tragödien für die Menschen verursacht hat: Für mich war dies Gottes Gelegenheit, neu anzufangen.»

Gelegenheit nutzen?

Gott habe ihm gesagt: «Ich werde dir alles nehmen, was du in dieser Welt liebst, die Pornografie, die Drogen, den Alkohol und das Feiern. Du hast nichts anderes zu tun, als dich auf die Wiederherstellung deiner Ehe und deines Lebens zu konzentrieren. Wirst du das ausnutzen?»

Neil blieb sechs Wochen lang clean, dann machte er einen weiteren Termin für Sex aus. Doch bevor er das Viertel verlassen konnte, entdeckte Amy Textnachrichten auf seinem Laptop und schickte sie ihm mit einer Frage: «Was ist hier los?»

Neil wendete sein Auto und sah sich Amy gegenüber, die gerade erst begonnen hatte, ihm neu zu vertrauen, nachdem sie den Anruf der Prostituierten am 1. März 2020 erhalten hatte. Sie sagte ihm: «Wenn du diese Ehe retten willst, musst du Gott um Hilfe bitten.»

In dieser Nacht schliefen sie in getrennten Betten, und Amy verliess früh am Morgen das Haus. «Ich lag da im Bett», erinnert sich Getzlow. «Ich dachte mir: 'Das ist wohl ein guter Zeitpunkt, um Gott um Hilfe zu bitten.'»

Das erste Gebet

«Ich hatte vorher noch nie gebetet. Ich sagte: 'Gott, ich weiss nicht, was ich tun soll. Ich habe keinen Ausweg mehr. Hilf mir. Gib mir ein Zeichen.' In dem Moment, als ich das Gebet beendet hatte, öffnete sich das Garagentor, es war Amy.» Er fügt hinzu: «Amy ist der Schlüssel zu meiner Rettung. Ich sagte zu ihr: 'Schau, ich habe gebetet. Ich will an unserer Ehe arbeiten.'»

Ein paar Stunden später – sie sassen in ihrem Wohnzimmer und unterhielten sich – erhielt Amy eine Facebook-Nachricht mit der Frage: «Kennst du Neil Getzlow?» Die Nachricht kam von dem Ex-Freund einer anderen Frau, mit der sich Neil getroffen hatte. «Er hat meine Informationen gefunden.»

Neil gestand alles, was geschehen war. Als er zu Ende gesprochen hatte, sagte Amy: «Jesus hat mir meine Sünden vergeben. Wie kann ich dir deine nicht vergeben? Ich vergebe dir!»

Befreit

«In diesem Moment war ich wie befreit», erinnert sich Getzlow, der in den folgenden Monaten über seinen Weg vom Atheismus und der sexuellen Unfreiheit zum Glauben an Jesus kam.
Der Kommunikationsprofi veröffentlichte ein Buch mit dem Titel «Unmasked: Conquering Sexual Sin and Walking in Victory» («Entlarvt: Die sexuelle Sünde besiegen und im Sieg wandeln»), wobei er von Amy als Lektorin und Gebetskämpferin unterstützt wurde.

Sie plant, ebenfalls ein Buch zu schreiben, einen Teil des Gewinns aus den Buchverkäufen geht an «Run To Stop It», eine von Pastor Phillip O'Reilly von der «Rock of KC» gegründete Organisation.

Heute würde er den Erpressern danken

Heute sagt Neil: «Wenn ich wüsste, wo ich sie finden könnte, würde ich der Prostituierten und dem Zuhälter ein Dankesschreiben schicken, weil sie mir geholfen haben, Jesus zu finden.»

Und weiter: «Amy ist der Schlüssel zu meiner Geschichte und zu meiner Rettung.» Ursprünglich dachte Getzlow irrtümlich, er würde sein jüdisches Erbe aufgeben, als er sich Jesus zuwandte. Jetzt weiss er, dass sich die Worte des Propheten Jesaja auf Jesus bezogen sind; in Jesaja Kapitel 53, Vers 5 steht: «Doch er wurde blutig geschlagen, weil wir Gott die Treue gebrochen hatten; wegen unserer Sünden wurde er durchbohrt. Er wurde für uns bestraft – und wir? Wir haben nun Frieden mit Gott! Durch seine Wunden sind wir geheilt.» 

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Datum: 25.10.2021
Autor: Steve Rees / Daniel Gerber
Quelle: Assist News / gekürzte Übersetzung: Livenet

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