„Gott ist wie ein Fixstern, der immer da ist“

Kult-Trainer Jürgen Klopp.

Jürgen Klopp Trainer von FSV Mainz 05 sagt: „Für mich ist der Glaube an Gott wie ein Fixstern, der immer da ist. Ein treuer Begleiter, der dir oft genau dann Kraft schenkt, wenn du gar nicht mehr damit rechnest.“

Jürgen Klopp bezeichnet sich als Christ und betet oft. Der Kult-Trainer von FSV Mainz 05 geniesst die Atmosphäre in Kirchen, geht aber nicht regelmässig hin. Ihm ist wichtig: „Gott ist ein starker Rückhalt, der mir die nötige Lockerheit gibt, mit einem Lächeln durchs Leben zu gehen, und dem nötigen Vertrauen, dass der ’da oben’ schon alles richtig macht.“

Blick nach oben gerichtet

Klopp sagt: „Not lehrt beten, heisst es ja im Volksmund. Und so leben und planen wir eben oft vor uns hin, ohne uns Gedanken über Gott und die Welt zu machen, bis irgendwann der grosse Knall kommt und wir merken, dass wir es alleine nicht packen. Aber es braucht schon diesen Blick ’nach oben’, um aus der Mühle, in der wir oft leben, auszubrechen. Um sich über eine Kleinigkeit zu freuen, obwohl man gerade eine ätzende und unnötige Heimniederlage kassiert hat. Um zu kapieren, was im Leben wirklich wertvoll ist.“

Die Frage nach dem Fussball-Gott

Auch dann, wenn manche Reporter nach Niederlagen wieder mit der nervigsten aller Fragen ankommen: Ist der Fussball-Gott denn gegen Mainz? Um diese Frage ein für alle Mal zu beantworten: Es gibt zwar keinen Fussball-Gott, aber ich glaube, dass es einen Gott gibt, der uns Menschen liebt, genauso wie wir sind, mit all unseren Macken, und deswegen glaube ich, dass er auch den Fussball liebt. Nur: Das Tor müssen wir schon selber treffen.

Den gütigen Gott gefunden

„Glaube spielt sich bei mir im Kopf und im Herzen ab und ist nicht an Orte gebunden“, sagte der Trainer. „ Ich habe lange gebraucht, um den gütigen Gott zu erfahren. Wenn man von der Mutter gross gezogen wird und der Vater die ganze Woche im Aussendienst ist, dann gibts zum einen den strafenden Gott und zum anderen den Vater, wenn er heim kommt. So hatte ich früher ein einseitiges Bild von Gott.

Ich finde grundsätzlich, dass der Auftrag, den wir auf der Welt haben, der ist, das kleine Stückchen Erde, auf dem wir uns befinden, einfach ein bisschen schöner zu machen. Ich möchte mich so verhalten, dass es den anderen auch gut geht.“

Datum: 31.01.2008
Autor: Bruno Graber
Quelle: Livenet.ch

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