«Nicht die guten Werke…»

Zehn brillante Dinge, die Bono über Gott sagte

«U2»-Frontmann Bono (61) äusserte sich bereits mehrfach über den christlichen Glauben. Unter anderem drehte er einen Film über die Psalmen. Das Magazin «Premier» trug zehn interessante Statements des Sängers zusammen – anbei ein Überblick.
Bono Frontmann von U2

«U2»-Frontmann Bono (61) äusserte sich bereits mehrfach über den christlichen Glauben. Unter anderem drehte er einen Film über die Psalmen. Das Magazin «Premier» trug zehn interessante Statements des Sängers zusammen – anbei ein Überblick.

1. Warum Jesus sterben musste

«Ich liebe die Idee des Opferlammes... Der Sinn des Todes Jesu ist, dass er die Sünden der Welt auf sich genommen hat, so dass das, was wir getan haben, nicht auf uns zurückkommt, und dass unsere sündige Natur nicht den Tod erntet. Das ist der springende Punkt. Das sollte uns demütig machen. Es sind nicht unsere eigenen guten Werke, die uns durch die Himmelspforte bringen.»

2. Das Erleben der Gegenwart Gottes

«Ich gehe dorthin, wo das Leben ist. Dort wo ich den Heiligen Geist spüre. Ob im hinteren Teil einer römisch-katholischen Kathedrale, in der Stille und dem Weihrauch, die das Geheimnis Gottes, die Gegenwart Gottes suggerieren, oder in den hellen Lichtern eines Erweckungszeltes, ich gehe einfach dorthin, wo ich Leben finde. Ich sehe keine Konfession.» (Aus einem Interview mit «Christianity Today»)

3. Warum Jesus Sie nicht vom Haken lässt!

«Jesus lässt dich nicht vom Haken. Die Heilige Schrift lässt dich nicht so leicht vom Haken... Wenn die Leute sagen, er ist ein 'Guter Lehrer', 'Prophet', 'Wirklich netter Kerl'... das ist nicht das, wie Jesus von sich selbst dachte. Man steht also vor der Herausforderung, dass Jesus entweder der war, für den er sich ausgab, oder ein völlig durchgeknallter Spinner... Da muss man eine Entscheidung treffen. Und ich glaube, dass Jesus der Sohn Gottes war.» (Aus einem Interview mit «Focus on the Family»)

4. Warum Kirchenmusik besser sein sollte

«Ich erinnere mich an die Psalmen der 'Church of Ireland', als ich ein Kind war. Ich erinnere mich, dass ich dachte: 'Tolle Worte, schade um die Melodien'. Bis auf 'Der Herr ist mein Hirte', das war eine tolle Melodie und ich mochte es wirklich. Die Psalmen haben diese Rohheit und brutale Ehrlichkeit... der Psalmist ist brutal ehrlich, was die explosive Freude angeht, die er empfindet, aber auch die tiefe Trauer oder Verwirrung. Ich denke oft: 'Mensch, warum gibt es nicht mehr Kirchenmusik wie diese?'» (Aus seinem Gespräch mit Eugene Peterson)

5. Gnade gegenüber Karma

«Es ist ein verblüffendes Konzept, dass der Gott, der das Universum erschaffen hat, Gesellschaft sucht, eine echte Beziehung zu den Menschen... Im Zentrum aller Religionen steht die Idee des Karmas. Die Idee der Gnade stellt all dieses 'Was man sät, erntet man' in Frage. Gnade setzt sich über Vernunft und Logik hinweg. Die Liebe unterbricht, wenn Sie so wollen, die Konsequenzen Ihres Handelns, was in meinem Fall eine sehr gute Nachricht ist, denn ich habe eine Menge dummes Zeug gemacht. Das ist eine Sache zwischen mir und Gott. Aber ich wäre in grossen Schwierigkeiten, wenn Karma mein Richter sein würde. Das entschuldigt meine Fehler nicht, aber ich baue auf Gnade. Ich baue darauf, dass Jesus meine Sünden ans Kreuz nahm, weil ich weiss, wer ich bin.»

6. Das Alte Testament verstehen

«Mein Bild von Christus hat nichts Hippes an sich. Die Evangelien zeichnen ein Bild von einer sehr anspruchsvollen, manchmal spaltenden Liebe, aber es ist Liebe. Ich sehe das Alte Testament eher als einen Actionfilm.» Es könne so wirken, dass «der Gott des Alten Testaments auf der Reise vom strengen Vater zum Freund ist. Wenn man ein Kind ist, braucht man klare Anweisungen und einige strenge Regeln. Aber mit Christus haben wir Zugang zu einer Eins-zu-Eins-Beziehung, denn im Alten Testament war es eher eine Beziehung der Anbetung und Ehrfurcht, eine vertikale Beziehung. Im Neuen Testament dagegen blicken wir auf einen Jesus, der vertraut aussieht, eine horizontale Beziehung.»

7. Was es bedeutet, Christ zu sein

«Ein Pastor sagte zu mir: 'Hör auf, Gott zu bitten, das zu segnen, was du tust, Bono.' Er sagte: 'Finde heraus, was Gott tut, denn es ist bereits gesegnet.' Wenn du dich an Gottes Ziel ausrichtest, wie es in der Heiligen Schrift beschrieben ist, geschieht etwas Besonderes mit deinem Leben.» (Aus einem Interview mit «Focus on the Family»)

8. Die biblische Sicht von Armut

«Es ist kein Zufall, dass die Armut in der Heiligen Schrift mehr als 2100 Mal erwähnt wird. Das ist eine Menge Sendezeit. Wissen Sie, das einzige Mal, wo Jesus Christus urteilt, ist, wenn es um die Armen geht: 'Was ihr dem Geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.'» (Aus der Rede von Bono beim 54. Nationalen Gebetsfrühstück in den USA)

9. Warum Religion Gott in die Quere kommen kann

«Eines der Dinge, die ich von meinen Eltern mitbekommen habe, ist das Gefühl, dass Religion Gott oft im Weg steht. Wenn ich sehe, was religiöse Menschen im Namen Gottes meinem Heimatland angetan haben… ja, überall auf der Welt. Wenn ich sehe, wie die Selbstgerechtigkeit wie ein mächtiger Strom aus bestimmten Ecken eines religiösen Establishments herabfliesst… da habe ich den Fernsehsender gewechselt zu MTV. Und das, obwohl ich gläubig war. Vielleicht, weil ich ein Gläubiger bin.» (Aus Bonos Rede beim 54. Nationalen Gebetsfrühstück)

10. Ehrlich zu Gott sein

«Was die Psalmen so stark macht, ist, dass sie nicht nur Evangelium und Lobgesang sind, sondern auch Blues. Es ist sehr wichtig für Christen, ehrlich zu Gott zu sein, denn oft ist Gott viel mehr daran interessiert, wer du bist, als daran, wer du sein willst.» (Aus einem Interview mit «Focus on the Family»)

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Datum: 26.01.2022
Autor: Sam Hailes / Daniel Gerber
Quelle: Premier / gekürzte Übersetzung: Jesus.ch

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