SRF-Auftritt und neues Gebäude

Prisma Kirche: «Wir leben von der gegenseitigen Ergänzung»

Am 13. März 2022 zeigte SRF einen Gottesdienst der Prisma Kirche aus Rapperswil. Nun darf sich das Prisma bereits auf ein weiteres positives Ereignis freuen. Livenet sprach mit Pastor Reto Pelli über den TV-Gottesdienst und weitere Entwicklungen.
Reto Pelli
TV-Gottesdienst mit Prisma-Pastor Martin Hof
Worship in der Prisma Kirche

Noch nie zuvor wurde der Gottesdienst einer Freien Evangelischen Gemeinde (FEG) in diesem Format im Fernsehen ausgestrahlt. Das Prisma in Rapperswil erlebte diesen Schritt mit grosser Freude: Am 13. März übertrug SRF1 den Gottesdienst, der am 6. März von Pastor Martin Hof zum Thema «Der liebende Gott» im Prisma gehalten und aufgezeichnet wurde.

Eine weitere positive Entwicklung, auf die sich die FEG in Rapperswil bereits freuen darf, wird die Benutzung eines neuen Saals sein, der ab dem 24. April für die Erwachsenen-Gottesdienste der Kirche verwendet werden und noch mehr Platz für potenzielle Besucherinnen und Besucher bieten soll. 

«Es ist eine Ehre»

«Wir hatten Freude, dass wir das Evangelium auf eine so gute Art hinaustragen durften.» So die Antwort von Reto Pelli, einem von mehreren Pastoren der Prisma Kirche, auf die Frage, wie sich die Ausstrahlung des Gottesdienstes bei SRF1 für das Prisma-Team angefühlt hätte. Obwohl das Ganze auch mit viel Aufwand verbunden gewesen sei, habe das Prisma dieses Ereignis grundsätzlich mit grosser Dankbarkeit und Freude erleben können. «Es ist eine Ehre, dass wir dafür ausgesucht wurden», bringt Pelli seine Begeisterung weiter zum Ausdruck.

Die Einschaltquote des übertragenen Gottesdienstes sei schon relativ hoch ausgefallen. Reto Pelli hofft nun darauf, dass dies auch dem SRF positiv ins Auge sticht, damit es in Zukunft vielleicht wieder einmal zu so einer grossartigen Gelegenheit kommen kann.

Ein weiterer wichtiger Schritt …

Am 24. April wagt das Prisma bereits einen weiteren wichtigen Schritt auf seinem bisher spannenden Entwicklungsweg: Der Erwachsenen-Gottesdienst der Kirche soll ab dann neu im ENTRA, einem gemischt genutzten Gebäude im Zentrum Rapperswils, stattfinden. Das ENTRA-Gebäude besteht aus Wohnungen, Ladenflächen, Praxisräumen, Büros und verfügt inmitten des Gebäudes über einen Saal, der ungefähr über 1'000 Plätze verfügt und für Kulturanlässe, Kongresse und Events verwendet wird. Radio Zürichsee ist unter anderem Partner für die Kulturanlässe mit Konzerten und Comedy.

Auch die Sonntagsgottesdienste der Prisma-Kirche werden ab Ende April neu in diesem Saal von ENTRA durchgeführt, um damit mehr Platz für die Besucherinnen und Besucher des Gottesdienstes anbieten zu können. «Wir freuen uns sehr auf diesen Schritt, der nun schon seit über zehn Jahren in Planung ist», berichtet Pelli dazu.

In der Region Rapperswil-Jona und Umgebung ist das Prisma inzwischen zu einer wichtigen Kirche geworden, die dort auch gesellschaftlich breite Akzeptanz erlebt. Reto Pelli äussert sich dazu allerdings in grosser Demut: «Wichtiger als die blosse Grösse ist für mich das Innenleben einer Kirche – dass es lebt.» Das Prisma stelle in dieser Region nur einen von vielen kirchlichen Pfeilern dar, und Pelli schätzt, dass auch andere Kirchen – mit denen das Prisma zum Teil schon langjährige Freundschaften pflegt – dort das Privileg geniessen dürfen, aufzublühen.

«Es freut uns, dass in unserer Stadt Kirchen wachsen, es geht da um viel mehr als nur um das Prisma. Aber natürlich freuen wir uns als Prisma auch, dass wir wachsen und weitere Menschen Jesus kennenlernen und Hoffnung erfahren dürfen.» 

Kein einfacher Weg

Während ihrer Bildungs- und Entwicklungsphase erfuhr die Prisma-Kirche nicht nur Erfolgserlebnisse. Im Jahr 1997 bestand die Gemeinde nur aus rund 60 Mitgliedern – davon bildeten ältere Leute den Grossteil. Die damalige Gemeinde hatte gerade einen schwierigen Konflikt hinter sich und musste ihren Auftrag neu definieren.

Reto Pelli war zu Beginn als Praktikant im Prisma angestellt und wirkte zusammen mit seiner Frau bei der herausfordernden Aufgabe mit, die Kirche von innen her zu verändern. «Ein entscheidender Schritt in dieser Phase war, dass wir das Evangelium wieder neu verstanden haben», hält Pelli fest. Die Gemeinde habe damals die aussagekräftigsten Bibelstellen zum Auftrag der Kirche im Neuen Testament gesucht und daraus den spezifizierten Auftrag für das Prisma definiert. «Daraus ist dann ein neues Leitbild entstanden. Ein Wert davon ist zum Beispiel, dass der evangelistische Auftrag für uns höchste Priorität hat.»

Auftrag der Kirche heute

«Unsere Kirche steht dafür, dass Menschen Jesus kennenlernen, und wir werden alles dafür tun, damit das möglich ist.» Mit diesen Worten beschreibt Reto Pelli den Hauptauftrag des Prismas heute. Inzwischen besteht die Kirche aus einem etwa 20-köpfigen Mitarbeiterteam und vielen weiteren Mitgliedern – darunter befinde sich mittlerweile auch eine Grosszahl an jungen Menschen.

Auf ihrem Weg erlebte die Prisma-Kirche zwar nicht nur Erfolge, und bis heute seien gewisse Entwicklungen und Phasen auch schwierig geblieben. Trotzdem hat das Prisma – gerade dank neueren Entwicklungen wie dem SRF-Auftritt oder den ausgebauten Raummöglichkeiten – auch schon viel erreicht. Aber: «Niemand ist der 'Hero' bei uns, sondern wir leben von der gegenseitigen Ergänzung, und ich glaube, das hat eine Ausstrahlung.»

Hier kommen Sie zur Predigt, die auf SRF ausgestrahlt wurde.

Zur Webseite:
Prisma Rapperswil

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Datum: 20.03.2022
Autor: Selina Messmer / Florian Wüthrich
Quelle: Livenet

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