Überlebensprogramm

48 Muskathleten sammelten CHF 400'000

Im Februar und im Juni haben zwei Gruppen den Kilimanjaro mit zweifachem Ziel bestiegen – eine sportliche Herausforderung zu meistern und Spenden zu sammeln, um Mütter und Babys im globalen Süden zu unterstützen.
Muskathlon-Spendenlauf auf dem Kilimanjaro
Die Muskathleten auf dem Kilimanjaro

Die zweite Gruppe von 22 Muskathlon-Teilnehmenden erreichte den Gipfel des Kilimanjaro in den frühen Morgenstunden des 25. Juni. Bereits im Februar hatte eine Gruppe von 22 Menschen aus der Schweiz die Expedition auf das Dach von Afrika erfolgreich durchgeführt.

Ein Jahr Unterstützung für knapp 500 Mütter und Babys

Die körperliche Herausforderung war jedoch nicht die einzige Motivation für die Hobbysportler. Die 48 Teilnehmenden haben in wenigen Monaten fast CHF 400'000 für das Überlebensprogramm für Mütter und Babys vom Hilfswerk Compassion gesammelt. Fast 500 Frauen können damit ein ganzes Jahr lang während der Schwangerschaft, bei der Entbindung und im ersten Lebensjahr ihres Babys unterstützt werden.

Darüber hinaus haben 85 Kinder, die in Armut leben, eine Patin oder einen Paten gefunden und können zur Schule gehen. Im Kinderzentrum einer der 8'000 lokalen Partnerkirchen von Compassion erhalten sie auch medizinische, materielle und psychosoziale Unterstützung und können an Aktivitäten teilnehmen, um ihre Talente zu entwickeln.

Die zweite Expedition im Juni

Christian Willi ist Geschäftsleiter von Compassion Schweiz und hat sich ebenfalls für diese Herausforderung entschieden: «Diese Expedition wird das Leben vieler Mütter und Babys, Kinder in Not, aber auch das Leben der Teilnehmenden verändern. Der Muskathlon ist dafür bekannt, Menschen aus ihrer Komfortzone zu drängen.» – Neben der Besteigung des Kilimanjaro erhielten die Teilnehmenden einen Einblick in die extreme Armut der Menschen in der Region und in die Programme von Compassion

Der Muskathlon wird jeweils in Zusammenarbeit mit 4M Switzerland organisiert, mit dem Ziel, dass die Teilnehmenden sowohl sportlich als auch im Kampf gegen die Armut über sich hinauswachsen können. Der Erfolg des Muskathlons im Februar hatte die beiden Organisationen dazu bewogen, im Juni eine zweite Expedition durchzuführen. Nur ein Teilnehmer aus der Schweiz musste die Besteigung des Kilimanjaro abbrechen. Weniger Glück hatten drei Teilnehmende, die die Reise nach Tansania gar nicht antreten konnten, weil sie sich in der Woche zuvor mit Covid infiziert hatten.

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Datum: 05.07.2022
Autor: Merve Elisabeth Theodora Rugenstein Itona
Quelle: Compassion Schweiz

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