Wegen Raubüberfall

29 Tote durch Massenpanik an christlichem Event

Mindestens 29 Menschen wurden getötet und mehrere verletzt, als in Monrovia (Liberia) ein versuchter Raubüberfall eine Massenpanik bei einer abendlichen christlichen Veranstaltung auslöste. Elf der Opfer waren Kinder.
Monrovia in Liberia

Mindestens 29 Menschen wurden getötet und mehrere verletzt, als in Monrovia (Liberia) ein versuchter Raubüberfall eine Massenpanik bei einer abendlichen christlichen Veranstaltung auslöste. Elf der Opfer waren Kinder.

Der traurige Vorfall ereignete sich am 19. Januar in New Kru Town, einem Viertel am Rande von Monrovia. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters stürmte eine Gruppe bewaffneter Männer nach dem Einsammeln der Opfergaben während des Gottesdienstes die Bühne und versuchte, das Geld zu stehlen.

«Wir sahen eine Gruppe von Männern mit Messern und anderen Waffen auf die Menge zukommen», sagte Exodus Morias, ein Anwohner und Besucher der Veranstaltung, gegenüber Reuters. «Während wir rannten, fielen einige Leute um und auf den Boden, und andere liefen über sie hinweg.»

Der Vorfall geschah an einer Veranstaltung des Radiomoderators und Leiters des Missionswerks «World of Life Outreach International», Pastor «Apostel» Abraham Kromah. Kromahs Anhänger glauben, dass er die Gabe hat, Menschen durch Gebet zu heilen und zu helfen. Nach Angaben der BBC kooperiert Kromah voll bei den Ermittlungen mit der Polizei.

Staatstrauer

«Dies ist ein trauriger Tag für das Land», sagte Liberias stellvertretender Informationsminister Jalawah Tonpo. Polizeisprecher Moses Carter konnte nicht bestätigen, wie oder warum der Vorfall begann, sagte aber, dass eine Untersuchung im Gange sei.

Die Gewalt von Strassengangs ist in Liberia weit verbreitet. Banden, die sich Zogos nennen, begehen regelmässig bewaffnete Raubüberfälle mit Macheten und anderen Kleinwaffen.

Am Donnerstag besuchte der liberianische Präsident George Weah den Ort des Geschehens. Er rief eine dreitägige Staatstrauer aus und wies darauf hin, dass das Liberianische Rote Kreuz und die Katastrophenschutzbehörde zur Unterstützung der Opfer eingesetzt worden seien. Die Leichen der Opfer wurden in das Redemption Hospital gebracht. Die Zahl der Todesopfer beläuft sich derzeit auf 29, könnte aber noch steigen, da sich mehrere Personen noch im kritischen Zustand befinden.

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Datum: 28.01.2022
Autor: Reinhold Scharnowski
Quelle: Livenet / Christian Headlines

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