Ein grosser Fang

Mit Fisch-Nahrungsergänzung mehr Menschen sättigen

Die Nachfrage an Fischen steigt weltweit. Eine wachsende Zahl dieser Tiere wird nicht mehr gefangen, sondern gezüchtet. Eine Professorin von der Hebräischen Universität entwickelte nun eine Nahrungsmittel-Ergänzung für Fische, die ihr Wachstum gegenüber den Vergleichstieren um 25 Prozent fördert.
Berta Levavi-Sivan von der Hebräischen Universität Jerusalem entwickelte die neue Nahrungsmittel-Ergänzung.

Züchten statt die Meere leer fischen ist eine wertvolle Alternative. Die Aquakultur ist daher ein Wachstumsmarkt, der laut der Zeitschrift «Israel heute» die Fischproduktion langfristig prägen könnte. Und laut der «Jerusalem Post» sinkt der Fischfang in der Natur seit 20 Jahren, während die Weltbevölkerung bis ins Jahr 2050 auf neun Millionen steigen werde. Fischfarmen würden daher zu den weltweit am schnellsten wachsenden Playern im Nahrungsmittel-Sektor zählen.

Wachstumsbeschleuniger

Berta Levavi-Sivan von der Hebräischen Universität Jerusalem untersuchte die beiden Moleküle Neurokinin B und Neurokinin F. Diese werden vom Gehirn des Fisches abgegeben und bremsen das Wachstum des Tieres.

Nun hat die Wissenschaftlerin andere Moleküle entwickelt, welche die beschriebene Wirkung nicht nur neutralisieren, sondern das Wachstum des Fisches fördern. Inzwischen sind rund 20 Fischsorten bekannt, bei denen diese Nahrungsmittel-Ergänzungen wirken; im Falle des Telapia-Fische um 25 Prozent innerhalb von zwei Monaten.

Start-up gegründet

Vor einiger Zeit gründete sie das Start-up-Unternehmen «AquiNovo», dieses will Fischfarmen die Nahrungsergänzung zugänglich machen. In Europa stammen mittlerweile 20 Prozent der Fische aus Farmen, diese generieren mittlerweile 85'000 Arbeitsplätze. Laut dem Fisch-Farm-Magazin «Aquaculture» wird diese Ergänzung den Markt im Jahr 2020 erreichen.

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Datum: 03.11.2017
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet / Israel heute / Jerusalem Post / Aquaculture

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