«Fack ju Göthe»-Schauspieler

Elyas M'Barek: «Die Bibel erklärt, was wahre Liebe ist»

Normalerweise redet Elyas M'Barek nicht über Religion oder Gott. Doch jetzt hat der Schauspiel-Star in einem Interview plötzlich aus der Bibel zitiert, die «Zehn Gebote» gelobt und erklärt, dass die Welt durch Nächstenliebe besser werden könnte...

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Elyas M'Barek
Ob Elyas M'Barek an Gott glaubt? Man weiss es nicht. Der Schauspieler gibt prinzipiell sehr wenig über sein Privatleben preis. Sein Vater ist Tunesier, seine Mutter Österreicherin, sein Elternhaus war «liberal und liebevoll», wie er einmal sagte. Und er verriet: «Ich hatte eigentlich keinen Zugang zu der Kultur meines Vaters. Bei uns zu Hause wurde Weihnachten gefeiert, und ich sprach kein Wort Arabisch.»

In einem aktuellen Interview mit dem evangelischen Online-Magazin Chrismon überrascht Elyas M'Barek jetzt aber mit fundiertem Bibelwissen und anderen interessanten Aussagen...

«Erfolg macht nicht langfristig glücklich»

Obwohl Elyas M'Barek auf dem Gipfel des Erfolgs steht, hasst er Überheblichkeit und schätzt den Hype um sich realistisch ein: «Erfolg ist schön, aber man darf sich davon nicht verführen lassen. Anerkennung und Ruhm können wie eine Droge wirken. So ein High möchte man immer wieder erleben», erklärt der Schauspieler. «Wenn ein Film gut läuft und mir die Leute auf die Schulter klopfen: 'Wow, guck mal, wie viele Zuschauer wir haben', ist das ein toller Moment. Aber eben ein Kick, der nur kurzzeitig glücklich macht.» Für ihn ist wichtig: «Man braucht auch anderswo Glücksmomente. 
In alltäglichen Dingen, die nichts mit dem Beruf zu tun haben. Sonst kann Erfolg schnell zerstörerisch sein.»

«Liebe ist etwas komplett Unegoistisches»

Als der Schauspieler gefragt wird, wie er wahre Liebe beschreiben würde, zitiert M'Barek aus der Bibel und äussert sich positiv dazu: «'Sie kennt keinen Neid, keine Selbstsucht, sie prahlt nicht und ist nicht überheblich.' So wird es im ersten Brief des Paulus an die Korinther beschrieben. Finde ich gut.» Und dann erklärt er mit eigenen Worten: «In der Liebe geht es eben nicht darum, dass man sich selbst bestätigt sieht. Liebe bedeutet, dass man gibt, dass man für einen anderen da ist, dass man vielleicht sogar liebt, wenn man nicht geliebt wird.»

Für den Kinostar steht fest, dass Nächstenliebe, wie sie in der Bibel beschrieben wird, ein gutes Konzept ist: «Liebe ist etwas komplett Unegoistisches. Wenn das alle beherzigen würden, wäre die Welt eine bessere.» Doch diese Liebe braucht Übung. M'Barek gibt zu: «Es erfordert Disziplin, dass man sich nicht als Mittelpunkt betrachtet, sondern dass man auch an seine Mitmenschen denkt.»

«Die Zehn Gebote sind eine gute Richtlinie»

Doch nicht nur in Punkto Liebe kennt sich der Schauspieler mit der Bibel aus. Auch andere Grundsätze hat er in sein Leben integriert: «Die Zehn Gebote sind eine gute Richtlinie, damit fährt man nicht schlecht», so der Filmstar. «Ich habe immer ziemlich reflektiert gelebt und gehandelt. Bestimmt nicht fehlerfrei, aber ich habe immer versucht – so gut es geht –, niemandem wehzutun. Wer ehrlich ist, 
mitfühlend und möglichst selbstlos, hat den grössten Teil schon geschafft.»

Und zum Schluss noch eine Erkenntnis vom Kinostar: «Nach moralischen Grundsätzen zu handeln, wird einem nicht immer gelingen, das geht ja gar nicht. Jeder macht Fehler, aber man kann aus ihnen lernen», findet er und sieht deswegen selbst an Fehlern etwas Positives. «Wenn man sich schuldig gemacht hat, sollte man sich immer fragen: Wie gehe ich in Zukunft damit um? Dann können schlechte Erfahrungen und Schuldgefühle auch etwas Gutes haben.»

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Datum: 07.12.2017
Autor: Miriam Hinrichs
Quelle: Jesus.ch / chrismon.de

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