Zum Jahreswechsel

Wo wir in schwierigen Zeiten Kraft finden

In der Livenet-Serie blicken Christen mit Verantwortung zurück – und über die Schwelle ins neue Jahr. Für Siegfried Nüesch vom Bund Freier Evangelischer Gemeinden gibt es keine stärkere Motivation zum Handeln als die Hoffnung auf die kommende Welt.

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Mitarbeiterkongress 2006 in Wetzikon
Ich freue mich auf das neue Jahr. Als Christ habe ich allen Grund dazu. Natürlich sehe ich auch die Herausforderungen der nächsten Zeit in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik. Aber vor allem sehe ich unseren Gott, der regiert und alles fest im Griff hat. Er gibt mir Hoffnung und mit ihm ist zu rechnen.

Dabei geht meine Hoffnung auch über diese Welt und dieses Leben hinaus. Paulus schrieb einmal (Die Bibel, 1.Korinther, Kapitel 15, Vers 19): «Wenn wir allein in diesem Leben auf Christus hoffen, so sind wir die elendesten von allen Menschen.» Mir scheint, dass das für viele Christen heute zutrifft. Sie sind auf diese Welt fokussiert und das zukünftige Leben bei Gott hat für sie kaum Bedeutung. Unser inneres «Sorgenbarometer» zeigt, worauf unsere Hoffnung ausgerichtet ist. Wenn sich Angst und Sorgen breit machen, könnte dies ein Zeichen sein, dass das Leben hier und jetzt für uns zu wichtig ist und die Zukunft Gottes wenig real scheint.

Die andere Welt im Blick

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«Gott hat alles im Griff»: Siegfried Nüesch
Denken Sie jetzt bitte nicht, dass uns eine solche Haltung weltfremd macht und vom Himmel träumen lässt. Diese Gefahr scheint mir heute äusserst gering zu sein. Kürzlich las ich eine Aussage von C. S. Lewis: «Wenn du in der Geschichte forschst, wirst du herausfinden, dass die Christen, die für diese gegenwärtige Welt am meisten taten, genau dieselben sind, die auch am meisten über die nächste nachdachten. Seit die Christen grösstenteils aufgehört haben, über die andere Welt nachzudenken, sind sie in dieser so wirkungslos geworden.» Die Geschichte und unsere heutige Zeit geben C. S. Lewis Recht.

Für die ersten Christen stand klar die Hoffnung auf das Kommen Jesu und Gottes neue Welt im Vordergrund. Darauf freuten sie sich. So hatten sie Kraft, in schwierigen Situationen auszuhalten und anderen Menschen Hoffnung zu geben. Es ist Zeit, dass wir zu diesen Wurzeln zurück finden.

Siegfried Nüesch ist Vorsitzender des Bundes FEG (Freie Evangelische Gemeinden) in der Schweiz.


Autor: Siegfried Nüesch
Quelle: Livenet

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