Frust beim Gebet

Gott antwortet nicht – soll ich trotzdem weiterbeten?

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Betender Mann vor Sonnenuntergang
Diese Frage haben sich Menschen wohl über viele Jahrhunderte gestellt. Bedeutet Gottes ausbleibende Antwort automatisch «Nein»? Sollte ich besser aufhören, dafür zu beten? Viele Menschen tun es automatisch, einfach aus Frust. Doch US-Pastor Rick Warren ermutigt, trotz fehlender Antwort am Gebet festzuhalten.

«Lasst dabei in eurer Wachsamkeit nicht nach, sondern tretet mit Ausdauer und Beharrlichkeit für alle ein, die zu Gottes heiligem Volk gehören.» (Die Bibel, Epheser, Kapitel 6, Vers 18b)

Warum sollten Sie beharrlich weiterbeten, selbst wenn Sie keine Antwort auf das Gebet bekommen? Ich sehe dafür vier Gründe:

Beharrliches Gebet bündelt die Aufmerksamkeit

Wenn Sie immer und immer wieder für ein Gebetsanliegen beten, geht es nicht darum, Gott an das Anliegen zu erinnern. Er muss nicht daran erinnert werden. Es geht viel mehr darum, Sie selbst daran zu erinnern, wer die Quelle ist, von der Sie eine Antwort erwarten und die alle Ihre Bedürfnisse stillen kann. Wenn jedes Ihrer Gebete sofort beantwortet würden, würde das Gebet zum Einen zu einer zerstörerischen Waffe in Ihrem Leben werden. Und Sie würden nie über Gott nachdenken, denn er wäre nichts anderes als ein Automat. Wenn Sie jedes Mal, wenn Sie beten, sofort ein Ergebnis sehen würden, würden Sie einzig über den Segen nachdenken. Aber Gott möchte, dass Sie über denjenigen nachdenken, der den Segen schickt.

Beharrliches Gebet macht das Anliegen klarer

Wenn die Antwort auf das Gebet nicht sofort kommt, gibt das Ihnen Zeit, herauszukristallisieren, was Sie wirklich wollen und Ihr Gebet zu verfeinern. Wenn Sie mit einem Anliegen immer wieder zu Ihrem Himmlischen Vater kommen und es immer wieder wiederholen, dann werden dadurch tiefe Sehnsüchte von blossen Launen getrennt. Es zeigt: «Gott, mir ist diese Sache wirklich wichtig!» Es ist nicht, dass Gott Ihre Gebete nicht beantworten möchte. Er will das tun. Aber er möchte auch, dass Sie sich sicher sind, was Sie wirklich wollen.

Beharrliches Gebet prüft Ihren Glauben

In Jakobus, Kapitel 1, Verse 3 bis 4 steht: «Ihr wisst doch: Wenn euer Glaube erprobt wird und sich bewährt, bringt das Standhaftigkeit hervor. Und durch die Standhaftigkeit soll das Gute, das in eurem Leben begonnen hat, zur Vollendung kommen. Dann werdet ihr vollkommen und makellos sein, und es wird euch an nichts mehr fehlen.» Die einzige Möglichkeit, um geistlich zu reifen, ist dadurch, dass Ihr Glaube geprüft wird. Und einer der Wege, wie Gott den Glauben prüft, ist, wenn er Antworten auf Gebete verzögert.

Beharrliches Gebet bereitet Ihr Herz auf die Antwort vor

Wenn Sie Gott um etwas bitten, dann will er Ihnen fast immer etwas Grösseres und Besseres schicken als das, worum sie gebetet hatten. Manchmal verweigert er auch Bitten, weil Sie noch zu klein denken und um zu wenig bitten. Er möchte Ihnen etwas Grösseres und Besseres schenken. Aber zuerst muss er Sie dafür vorbereiten. Und so nutzt Gott seine verzögerte Antwort, um Ihnen beim Wachsen zu helfen, damit sie bereit werden für die grössere und bessere Antwort.

Denken Sie daran: «Ihm, der mit seiner unerschöpflichen Kraft in uns am Werk ist und unendlich viel mehr zu tun vermag, als wir erbitten oder begreifen können…» (Die Bibel, Epheser, Kapitel 3, Vers 20)

Ein paar Fragen zum Schluss:

Wofür haben Sie über lange Zeit hinweg gebetet? Müssen Sie Ihr Anliegen vielleicht verfeinern?

Wenn Gott Ihren Glauben zurzeit durch eine ausstehende Antwort prüft, wie können Sie ihm zeigen, dass Sie bereit sind zu wachsen und seinen Willen und Zweck für Ihr Leben annehmen wollen?

Denken Sie an etwas, wofür Sie jahrelang gebetet haben und das Gott Ihnen nie geschenkt hat. Haben Sie vielleicht mittlerweile erlebt, dass seine Verweigerung letztlich zum Segen für Ihr Leben wurde?

Zum Thema:
«Gebet im Prozess»: Wie man in schweren Zeiten beten kann
Kurioser Gerichtsprozess: Mann verklagt Gott – wegen ungerechter Behandlung
Warten auf Chloe: Wenn Gott ein Versprechen macht und es einfach nicht einlöst…

Datum: 09.01.2017
Autor: Rick Warren/Rebekka Schmidt
Quelle: Charisma News

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