Wozu beten?

Vier Gründe für das Gebet

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Die meisten von uns tun es intuitiv immer wieder: beten. Doch Gebet ist viel mehr als der letzte Notnagel, wenn wir selbst nicht mehr weiter wissen. Es gibt vier interessante Gründe, warum sich echtes Gebet lohnt.

Gebet ist der Beginn einer Beziehung

Es ist erstaunlich, aber wahr: Man kann mit Gott eine echte, lebendige Beziehung haben. Man kann ihm begegnen und seine Gegenwart erleben. Der Mensch ist darauf angelegt, eine enge Verbindung zu Gott zu haben. Aber jeder entscheidet selbst, wie weit er sich auf diese Beziehung mit Gott einlassen möchten.

Gebet ist der Schlüssel, um mit Gott Kontakt aufzunehmen, sich auf eine Beziehung mit ihm einzulassen und ihm zu begegnen. Wer betet, wird Gott näher kommen und nahe bei ihm bleiben. Bitten Sie Gott, dass er sich Ihnen offenbart. Sagen Sie ihm, dass sie ihn gerne kennenlernen möchten. Dass Sie erfahren möchten, wer er ist.

Gebet verändert

Manche fragen sich, ob man Gott durch Gebet wirklich beeinflussen kann. Es heisst ja in der Bibel, dass Gott gestern, heute und morgen immer derselbe ist. Wenn sich Gott nicht verändert und er schon alles vorausgeplant hat, warum sollte ich dann noch beten? Das ist eine berechtigte Frage, auf die es mindestens zwei richtige Antworten gibt.

Nämlich: Gott lässt sich nicht durch Gebet manipulieren. Und trotzdem macht Beten einen Unterschied. Es gibt Dinge oder Wege, die uns Gott gerne schenkt, aber er möchte, dass wir ihn darum bitten. Wie ein liebevoller Vater wünscht er sich, dass wir ihn in unser Leben einbinden. Gott wirkt durch Gebet. Er hält Wege für uns bereit, die er nicht öffnet, wenn wir nicht darum bitten. Im Jakobusbrief, Kapitel 4, Vers 2 steht: «Ihr erhaltet nichts, weil ihr nicht bittet.» Bitten Sie Gott jeden Tag, dass er Ihnen das Gute gibt, was er heute für Sie vorbereitet hat.

Eine zweite Antwort ist, dass Gebet gar nicht dafür da ist, Gott zu beeinflussen. Gebet hilft vielmehr, dass man sich selbst verändern kann. Wer Gott im Gebet sucht, dessen Glaube wird wachsen. Gott macht uns durch Gebet fähig, seine Güte, seine Gnade, seine Herrlichkeit und auch seine Wege immer besser zu erkennen. Wer regelmässig mit Gott kommuniziert, wird bemerken, dass er sich selbst verändert.

Gebet bereitet einen vor

Beten ist eines der Mittel, die Gott benutzt, um uns auf unseren Lebensweg vorzubereiten. Wenn wir gelernt haben, in Gottes Nähe zu sein, werden wir anders mit Erfolgen, aber auch mit Schicksalsschlägen umgehen können. Natürlich bleiben menschliche Gefühle wie Trauer, Schmerz, Wut oder Verzweiflung. Aber Gespräche mit dem guten Gott helfen, dass man nicht daran zerbricht und nicht bitter wird.

Wer betet, wird es auch in solchen Phasen schaffen, sich an Gott und am Glauben festzuhalten. Im Gebet offenbart man seine eigenen Schwächen und wendet sich an den, der Kraft, Mut und Hoffnung schenkt. Wer betet, wird immer darauf zurückkommen, dass Gott gut ist, ganz gleich, wie wild die Umstände sein mögen.

Gebet funktioniert

Gott hört Gebet und er erhört Gebet auch. Er ist kein Wunschautomat, der jegliche Forderung umgehend erfüllt. Aber er hat sich entschieden, durch das Gebet von Menschen zu wirken. Wenn gebetet wird, handelt Gott. Das bedeutet, dass Gebet funktioniert. Gebet macht einen Unterschied.

Lassen Sie sich diesen Schlüssel zu Gott und zum Leben nicht durch ihren Alltag rauben. Nehmen Sie sich Zeit für Gott. Kommunizieren Sie mit ihm. Probieren Sie es einfach mal aus.

Zum Thema:
Gebet: Freundschaft mit Gott
Aufruf zum Gebet: Aber wie geht beten eigentlich?
Glaubensfrage: Warum erhört Gott mein Gebet nicht?

Datum: 29.05.2016
Autor: Miriam Hinrichs
Quelle: Jesus.ch

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