«Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott»

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Wir sind nun mal auf Gott und seine Hilfe angewiesen.
Es gibt mehr Leute als man denkt, welche meinen, dass der Satz «Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott» in der Bibel steht.

Wir haben eine kleine Umfrage dazu gemacht. Anna sagt: „Nein. Das ist kein Bibelvers, sondern eine menschliche Erfindung. Und es ist den Aussagen der Bibel total entgegengesetzt. Denn wir sind nun mal auf Gott und seine Hilfe angewiesen. Auch wenn das für viele ein unangenehmer Gedanke ist.“

Trauen nur sich selbst

Peter: „Viele Menschen tun äusserlich so, als würden sie auf Gott vertrauen, in Wirklichkeit aber trauen viele nur sich selbst. Das Sprichwort "Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott" ist nur ein Beweis, dass dieses Denken gar nicht so selten vertreten ist.“

Aberglaube

Urs: „Nein, das ist Aberglaube. Die Idee des Christentums ist es, einander zu helfen. Ob die Christen das tun oder nicht, das steht auf einem anderen Blatt, aber von Gott ist es so gedacht.“

Eigenes Bemühen

Oliver: „Ich glaube, dass das 100 pro stimmt. Wer nach dem Motto "Gott wird das schon machen" auf Erfolg wartet ohne selbst dafür etwas zu tun, wird sicher keinen Erfolg haben. Glaube an Gott bedeutet nicht nur, dass man ihn anbetet, sondern aktives Handeln auf der Grundlage der Gebote und Verbote Gottes. An erster Stelle steht also das eigene Bemühen. Denn Gott kann ja niemanden zur Rechenschaft ziehen, wenn dieser nichts getan hat.“

Warum wartest du auf Gott?

Markus: „Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott, heisst es im Volksmund. Nimm dein Geschick selbst in die Hand, warum wartest du auf einen Gott? Und schon ist ein Keil zwischen uns und Gott getrieben.“

Dummer Spruch

Werner: „Diese „Volksweisheit“ ist heute weitgehend als Volksdummheit entlarvt und kaum jemand schenkt diesem dummen Spruch noch besondere Aufmerksamkeit. Er heisst nichts anderes als: Mache dich unabhängig vom Heiligen Geist, du schaffst das schon! Strenge dich an, Gott zu gefallen, wie es schon über Tausende Jahre andere Menschen auch versucht haben!“

Hilfe für andere

Erwin: „Das ist ein törichtes Sprichwort. Wir alle kommen in Situationen, in denen wir uns selber nicht mehr helfen können. Sollte dann Gottes Hilfe davon abhängen, dass wir uns selber helfen können? Kommt es auf mich an, wenn ich Hilfe brauche? Kriege ich also Gottes Hilfe nur, wenn ich mir selber helfe? Töricht ist dieses Sprichwort vor allem deshalb, weil es so tut, als gäbe es nur mich und Gott. In der Bibel ist aber immer ein Dritter mit im Spiel, wenn es um mich und Gott geht; es ist der Nächste, der auch Hilfe braucht. Wer sich von Gott helfen lässt, der wird zu einer Hilfe für andere Menschen. Anderen helfen und mir von Gott helfen lassen, das sollen die beiden Pole unseres Lebens sein. Das eine geht nicht ohne das andere. Nur wenn ich selber helfe, werde ich mir auch von Gott helfen lassen. Und nur wenn ich mir von Gott helfen lasse, werde ich zu einer Hilfe für andere.“

„Faule mag ich nicht“

Christine: „Warum sollten wir uns darauf verlassen, dass Gott alles allein erledigt? Nur wenn wir tun, was wir können, dürfen wir erwarten, dass Gott uns da hilft, wo wir etwas nicht tun können. Ich will nichts mit Menschen teilen, die faul sind. Nur wenn jemand bereit ist, selbst mit anzupacken, bin ich bereit zu helfen.“

Das Sprichwort „Hilf dir selbst, so hilft dir Gott“ enthält auch Wahrheit. Die Bibel warnt uns davor, Gottes Segnungen in Anspruch zu nehmen, ohne unsere Verpflichtung anzuerkennen, Gott so gut wie möglich zu dienen. Wir können nicht nur herumhängen und erwarten, dass Gott schon alles für uns erledigen wird. Aber – und das ist wichtig – für jedes Ereignis, wo Gott dem hilft, der sich selbst hilft, gibt es ein Dutzend Vorfälle, bei denen Gott jemandem hilft, der sich selbst nicht helfen kann.

Wir wären alle verloren

„Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott“, diese Aussage steht nicht in der Bibel. Sie hat ihre Ursprünge in heidnischen Religionen. Schon fünfhundert Jahre vor Christus schrieb Äsop: „Die Götter helfen denen, die sich selbst helfen.“ Der griechische Philosoph Euripides schrieb: „Versuche es erst selbst, und danach rufe Gott um Hilfe.“

Wenn Gott denen nicht helfen würde, die unfähig sind, sich selbst zu helfen, wären wir alle verloren. Nur solche Menschen finden zu Gott, die wissen, dass der Weg zu Gott versperrt ist, wenn Sie sich nicht helfen lassen. Gott muss einschreiten und uns retten. Solange wir noch denken, dass wir uns in dieser Hinsicht selbst helfen könnten, werden wir den Weg zu Gott nie finden.

„Hilf dir selbst und uns“

Das wichtigste Ereignis der Menschheit geschah nicht, weil sich jemand selber gut zu helfen wusste. Einer der Verbrecher, die zusammen mit Jesus gekreuzigt wurden, lästerte: "Bist du nun der Messias? Dann beweise es! Hilf dir selbst und uns!" Damit meinte er, dass er von dieser misslichen Lage am Kreuz sofort befreit werden wollte. Aber der andere Verbrecher am Kreuz wies ihn zurecht: "Fürchtest du Gott nicht einmal jetzt, kurz vor dem Tod? Wir hängen hier zu Recht. Wir haben den Tod verdient. Der hier, Jesus, ist jedoch unschuldig; er hat nichts Böses getan." Zu Jesus sagte er: "Herr, denke an mich, wenn du in dein Königreich kommst!" Er hatte begriffen, dass er sich nur so helfen lassen konnte.

Jesus ist für unsere Schuld gestorben. Es kommt nicht darauf an wieviel wir im Leben schaffen, wie toll und gut wir sind, wie wir uns selbst zu helfen wissen, sondern einzig und allein ob wir unsere Schuld eingestehen, wie dieser Verbrecher. Ja und dann müssen wir uns von Jesus helfen lassen.

Gottes Hilfe heisst Jesus Christus: Er ist der, welcher die entscheidende Hilfe bringt.


Autor: Bruno Graber
Quelle: Jesus.ch

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