„Meine Gemeinde ist die Online-Kirche“

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Es beginnt mit einem unverbindlichen Suchen. Weiter geht es mit einem gezielten Fragen. Am vorläufigen Ende stehen echte Beziehungen. – Das Internet ist für viele ein Weg zum eigenen Glauben. Aber ist der nur virtuell?

Von wegen „unverbindlich“! Menschen, die einander übers Internet kennenlernen, bauen durchaus tragfähige Beziehungen auf, wie der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) kürzlich feststellte. Anscheinend gilt das im besonderen Masse dann, wenn sich die Menschen über Glaubensfragen austauschen. Wer sich surfenderweise auf die Suche nach Gott begebe, fange so gut wie immer eine E-Mail-Freundschaft mit einem Christen an. Darauf weist das Missionswerk «Campus für Christus» hin.

Evangelistische Mailfreundschaften

Grund genug also, dass die virtuelle Schar der Gläubigen diese Anliegen aufnimmt. So fordert «Campus für Christus» gezielt dazu auf, dass Christen diese Art Beziehung eingehen. Die Internet Evangelism Coalition (IEC) bietet dafür sogar ein eigenes Portal an und versteht sich als Dachorganisation für andere Werke, die die Online-Evangelisation fördern wollen.

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Johannes Friedrich
In Deutschland befasst sich die EKD schon seit vielen Jahren mit diesem Thema. „Die Menschen stellen im Internet die Frage nach Gott“, so Johannes Friedrich, Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern. Internetangebote zu Glaubensfragen und Seelsorge werden rege benutzt. Offen sei jedoch, wie kürzlich an einer Sitzung der EKD festgestellt wurde, wie tragend und verbindlich grössere Online-Gemeinschaften tatsächlich sein können. Der Rat beschloss darum das Pilotprojekt «Internet als gemeinschaftsstiftendes Medium».

Kirche für mobile Menschen

Es ist auf zwei Jahre angelegt und soll Aufschluss darüber geben, inwieweit sich die „virtuell“ vernetzten Menschen der Kirche gehörig fühlen oder als Kirche erleben. Denn immerhin eröffnet sich den Christen via Internet „die Chance, gerade auch mobil lebende Menschen mit dem Evangelium zu erreichen, die am Leben der Ortsgemeinde vielleicht nicht teilnehmen können“, meinte der bayerische Landesbischof weiter.

Weiterführende Links:
IED – Internet Evangelism Day: http://ied.gospelcom.net/index.php
Beratungsangebote im Internet sind sehr beliebt
Zu wenig Religion im Internet
Raten, helfen, vertrauen: die E-Mail-Seelsorger von Jesus.ch

Quellen: EKD/Freitagsfax/Joel-News

Datum: 20.05.2006

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