Trotz Spannungen

«Aussergewöhnlicher Boom» an Pilgerreisen ins Heilige Land

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Dieses Jahr begann mit einem «aussergewöhnlichen Boom» an Pilgerreisen ins Heilige Land, trotz geopolitischer Spannungen über Jerusalem. Das bestätigte jetzt das Christliche Informationszentrum in Israel.

Die Statistiken zeigen, dass im Januar 2018 770 Gruppen von Pilgern – etwa 77'000 Menschen – das Heilige Land besuchten; im Januar 2017 waren es 529, 2016 «nur» 390 Gruppen.

Nach Auskunft von Sobhy Makhoul vom Maronitischen Patriarchat von Jerusalem begann der Aufwärtstrend gegen Ende 2017: «Zwischen November und Mitte Dezember sind so viele Pilger gekommen, dass wir zum ersten Mal einige in Hebron, fast 30 km südlich von Bethlehem, unterbringen mussten»

Auch Muslime

Makhoul schreibt das Wachstum zunehmenden Pilgerzahlen aus China, Russland und Osteuropa zu, verbunden mit stetig vielen Besuchern aus Europa. «Es gibt eine grosse Bewegung in der Orthodoxen Kirche, sie kommen zu Hunderten. Aber auch, dass Israel den Visaverkehr für Chinesen erleichtert hat, wirkt sich positiv aus. Wer schon ein Visum für Europa hat, kann ohne weiteres nach Israel kommen. Viele reiche Chinesen kommen zu uns, eine ganze Reihe von ihnen sind Protestanten. Auf dem Papier gibt es eine noch nie dagewesene Zahl von Anträgen – wir hoffen nur, dass die politische Situation es erlaubt und dass es keine Spannungen gibt.»

Aber auch Pilgerreisen von Muslimen seien am Zunehmen, vor allem aus Indonesien, aus Malaysia und der Türkei.

«Nur zum Guten der Bevölkerung»

Makhoul betont: «Der grosse Teil der Bevölkerung will einfach den Frieden. Diese Pilgerreisen sind gut für die Bevölkerung – nicht nur für Christen, sondern auch für Muslime und Juden. Wenn die wirtschaftliche Situation gut ist, können die Leute leben und arbeiten. Fundamentalismus und Terrorismus entstehen da, wo die Leute arm sind. Das muss der Westen verstehen, wenn er uns unterstützen will.»

Der Boom an Pilgerreisen ins Heilige Land entstand trotz internationaler Spannungen um die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch Präsident Trump.

Zum Thema:
Christlicher Treff in Jerusalem: «Wie ist es, so nahe an den biblischen Ereignissen zu leben?»
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Datum: 09.02.2018
Autor: Reinhold Scharnowski
Quelle: Livenet / Christian Times

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