Pastor und Programmierer

Das «Doppelleben» des Darryl Williamson

Darryl Williamson liebt Programmieren und die damit verbundene Herausforderungen. Schon in jungen Jahren arbeitete er beispielsweise für die Air Force. Seine breitgefächerte Programmiererlaufbahn ist flankiert von einem zweiten Job – jenem als Pastor.

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Darryl Williamson
Sein ältester Bruder war Chef einer Gang. Die Schulen in der Gegend von Nashville hingen noch der Rassentrennung an. Darryl Williamson, das jüngste von fünf Geschwistern, liess sich aber nicht in diese Schwierigkeiten mit hineinreissen.

Seine Mutter brachte ihn schliesslich in eine bessere Bildungsstätte. Diese verfügte (1979 wohlgemerkt) über ein paar IBM-PCs sowie eine Programmiererklasse. «Ich war wie ein Fisch im Wasser», erinnert sich Darryl. Programmieren wurde umgehend zu seiner Leidenschaft. Nach einiger Zeit habe er die Hälfte der Klasse unterrichtet und im letzten Jahr hatte er alle erhältlichen Studienpläne abgeschlossen und er konnte sich für seine berufliche Laufplan aussuchen, was er tun wollte.

85-Stunden-Woche

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Darryl Williamson als Pastor
Doch Williamson, der im Alter von 13 Jahren zu Christus gefunden hatte, war auch geboren, um Pastor zu sein. «Der Herr flutete mein Leben.» Verschiedene Pastoren wurden zu seinen Mentoren und er arbeitete bei Gemeinde-Gründungen mit. Später unterrichtete er selbst theologische Fächer am «Reformed Theological Seminary» in Orlando. Und ein Jahr später, im Jahr 2010, wurde er selbst Pastor.

In einer Technologiefirma arbeitet er 50 Stunden pro Woche bei gutem Gehalt in einem Job, der ihm schon in jungen Jahren «angesprungen» ist. Daneben investiert er 35 Stunden pro Woche in den Dienst, den er liebt: Pastor Darryl bietet Eheberatung an, bereitet Gottesdienste vor und fällt administrative Entscheide. Zusammen mit seiner ebenfalls aktiven Frau Julie hat Darryl zwei Kinder. Seine Lebensweise empfiehlt er nicht allen. So kann es vorkommen, dass eine Beratung in der Gemeinde um 7 Uhr beginnt, weil um 9 Uhr bereits eine Beratung als Programmierer ansteht. Sein Ziel sei, eines Tages ganz bei der Gemeinde angestellt sein zu können.

An der F-16 gearbeitet

«Es kann Spass machen», sagt Darryl über seine Technologie-Fähigkeiten. An der Boston Universität studierte er Mathe und Philosophie, die Computer-Klassen waren für ihn da, «wenn ich chillen wollte.» Er übersprang mehrere Klassen und erreichte beim Abschluss 95 Prozent. Um das Schulgeld zu erwirtschaften, arbeitete er für die Air Force, wo er in der Systemanalyse eingeteilt war. «Ich entwickelte ein System, um Fehler in der F-16 zu erkennen und konnte so Fehler in verschiedenen Teilen ausfindig machen.» Er mochte die Arbeit im Team und die Herausforderungen. «Es ist cool, mit nichts ausser einem Konzept zu beginnen. Du und die Tastatur. Du beginnst Codes einzugeben und es funktioniert.»

Tastatur verleiht Flügel

Anschliessend programmierte er für einen Einzelhandelsbetrieb ein Verteilersystem. Und sein nächster Job war die Entwicklung eines Lager-Kontrollsystems in einer Fabrik. Nach der Station im «Home Shopping Network» wechselte er zu «PricewaterhouseCoopers», einer weltweiten Topfirma im Prüfungs- und Beratungswesen. Willliamson war verantwortlich für das Entwickeln verschiedener Systeme. Seine nächste Station war bei «BST Global»…

Für seine technische Gabe sei er dankbar. «Durch sie konnte ich die Familie durchbringen, zwei Kinder ins College schicken und meine ältere Mutter unterstützen.» Zudem habe er für andere ein gutes ethisches Vorbild sein können. Doch es habe ihn nie so erfüllt, wie es der christliche Dienst tue. «Der Herr hat mir eine Leidenschaft gegeben, zu sehen, wie Menschen in ihm wachsen.»

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Datum: 08.10.2017
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet / The Gospel Coalition

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