«Persönlichkeitstests»

Urteil gegen Scientology in Paris bestätigt

Scientologen haben sich in Frankreich des «bandenmässigen Betrugs» schuldig gemacht. Das Pariser Berufungsgericht hat nun ein Urteil von 2009 bestätigt.

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Urteil gegen Scientology bestätigt: das Berufungsgericht in Paris.
Das Celebrity-Zentrum sowie die Pariser Buchhandlung der französischen Scientologen wurden zu Geldstrafen von 600‘000 Euro verurteilt. Fünf führende Scientology-Mitglieder erhielten Bussen und bedingte Haftstrafen. Den Prozess hatten Ex-Scientologen angestrengt. Eine Frau machte geltend, für angeblich unentbehrliche Bücher, «Medikamente» und Kurse sei sie um 21‘000 Euro erleichtert worden.

Das Berufungsgericht befand wie die erste Instanz, «Persönlichkeitstests» seien benutzt wurden, um leichtgläubigen Personen Geld aus der Tasche zu ziehen. Nach der Zeitung «Le Monde» hat die französische Justiz in dem 13 Jahre dauernden Verfahren erstmals festgehalten, dass es sich bei den Aktivitäten der Scientologen um ein betrügerisches Geschäft handle.

Vertreter von Scientology haben eine Kassationsbeschwerde angekündigt und wollen notfalls beim Europäischen Menschenrechtsgerichtshof klagen. Am Donnerstag, 2. Februar 2012, protestierten einige Dutzend Scientologen vor dem Pariser Palais de Justice mit Slogans wie «Nein zu einem Häresie-Prozess» gegen das an diesem Tag publizierte Urteil.

Zum Thema:
Ron Hubbard - Das Weltbild von Scientology

Datum: 08.02.2012
Quelle: Kipa / Le Monde

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