Trotz Terror

Gemeindewachstum im Bürgerkriegs-Wirrwarr

In der Republik Zentralafrika (RCA) wachsen christliche Kirchen trotz anhaltender Unsicherheit. Die pfingstkirchliche Elim-Bewegung registriert seit dem Beginn des Bürgerkriegs rund 100 neue Gemeinden.
Pfingstkirche in der Republik Zentralafrika

Aktuell besteht der Elim-Verband aus über 500 Kirchen und ist damit rund achtmal so gross wie die Schweizerische Pfingstmission, seine Mutterbewegung. Jedes Jahr entstehen durch Evangelisation neue Gemeinden, wie Missionsmitarbeiter Markus Ramseier in der Bewegungszeitschrift «SPMzoom» berichtet. Die Gemeindearbeit im ehemaligen Missionsland werde heute durch die lokalen Leiter und Pastoren der Elim-Bewegung geleitet.

Gottes Weg mit afrikanischen Christen?

«Manchmal ahnen wir, dass der aktuell auslaufende Bürgerkrieg im Land von Gott zugelassen wurde, um die Christen zu wecken und für kommende Umbrüche vorzubereiten», schreibt Markus Ramseier. Durch die verschiedenen Rebellionen und Gegenrebellionen in den letzten vier Jahren seien die Christen im Land näher zusammengerückt. «Über Denominationsgrenzen hinweg wurden Gebetsnächte organisiert, in denen lautstark für Frieden im Land gefleht wurde», so Ramseier. Pastoren aus den evangelikalen Kirchen träfen sich in der Hauptstadt seit vier Jahren jeden Sonntag zum Gebet. Trotz den schwierigen Sicherheits-, Transport- und Kommunikationsbedingungen sei der Elim-Verband in diesen Jahren um über 100 Gemeinden angewachsen.

Neuer Schwerpunkt

Die Aufgabe der SPM-Missionare in Zentralafrika konzentriert sich heute auf die Beratung und Schulung von einheimischen Leitern und die Begleitung und Unterstützung der Elimbewegung bei grösseren Projekten.

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Datum: 29.06.2017
Autor: Fritz Imhof
Quelle: Livenet / SPMzoom

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