Geben ist seliger…

Grosszügigkeit als Therapie gegen Depressionen

Zoom
Geben ist seliger als nehmen – wirklich? Ja, sagt nicht nur die Bibel, sondern auch die Wissenschaft. Denn Grosszügigkeit soll sogar dabei helfen, Krebs und Herzproblemen vorzubeugen – und Depressionen zu therapieren.

«Wenn man gibt, erzeugt das unglaubliche Vorteile für die Gesundheit», erklärt der Arzt Dr. Michael McKee von der weltweit bekannten Cleveland Clinic gegenüber CBN News. Der Grund: Anspannung führt zu diversen Krankheiten, aber das Geben reduziert die Stress- und Anspannungslevel im Körper. Dabei sei es unwichtig, ob man Geld gibt oder Zeit, ob es für einen geliebten Angehörigen ist oder für einen Unbekannten. «Wir wissen, dass das Geben den Blutdruck und den Herzschlag senkt. Es verringert also Stress. Und es verringert Depression», erklärt McKee.

Grosszügigkeit setzt Endorphine frei

Forscher des Nationalen Gesundheitsinstituts der USA haben Magnetresonanzen von Personen, die an Wohltätigkeitswerke spendeten, untersucht und herausgefunden, dass durch Grosszügigkeit ein Bereich im Hirn stimuliert wird, der chemische Substanzen freisetzt, die wiederum das Immunsystem stärken. McKee erlärt dies genauer: «Es werden Endorphine freigesetzt. Das sind praktisch magische Chemikalien, die aus verschiedenen Bereichen des Hirns kommen und das gesamte System überfluten. Einige von ihnen verringern Schmerzen, andere suchen nach kranken Zellen und heilen diese. Sie haben unterschiedlichste positive Effekte.»

Depression durch Geben therapiert

Aus diesem Grund werden sogar Depressionen mit Geben behandelt. «Wir motivieren die Leute, sich nicht so sehr auf sich selbst zu konzentrieren, sondern an andere zu denken», berichtet Dr. Stephen Deutsch, Chefarzt der Psychiatrie an der Schule für Medizin in Ost-Virginia. «Wir sagen ihnen sogar, dass sie sich bewusst für andere interessieren und sich für sie einsetzen sollen.»

Einfach ist das für die Patienten nicht. «Manchmal haben sie anfangs das Gefühl, dass das alles Täuschung sei, dass dies nicht das ist, wie sie in Wirklichkeit sind. Aber mit der Zeit wird es immer normaler für sie und es hat einen starken therapeutischen Effekt auf sie!» Menschen, die sich hilflos fühlen oder denken, dass sie keinen Wert haben, finden auf diese Weise einen neuen Lebenssinn und Wert, wenn sie beobachten, wie ihre Handlungen anderen helfen. Dies wirkt sich wiederum positiv auf ihre Gesundheit aus.

Zum Thema:
Neue Studie: Hohes Stresslevel von Vätern behindert Lernfähigkeit der Kinder
Neue US-Studie zeigt: Vergeben hilft gegen Stress
Mega-Studie: Depression und Angst fördern Krebs
Harvard-Studie zeigt: Optimistische Frauen leben länger

Datum: 10.03.2017
Autor: Rebekka Schmidt
Quelle: Livenet / CBN

Kommentar schreiben

Bitte melden Sie sich an oder registrieren Sie sich neu, um diesen Artikel zu kommentieren.
Anmelden
Mit Facebook anmelden

Anzeige

Werbung

ERLEBT

Nach «gewonnener» Debatte: Junge muslimische Ärztin wird Christin
Eine junge muslimische Ärztin wollte ihren Kollegen, einen Christen, davon überzeugen, dass der...

Werbung